Osterzeit, Feiertage, durchdrehende Menschenmassen im Konsumrausch. Das alles bekomme ich in meinem Job zu spüren. Wo andere sich auf ein langes Wochenende freuen und auf ruhige Ostertage, da ist bei mir Kampfzeit angesagt. Lange, anstrengende Tage sind dann leider mein Alltag. Und ich muss zugeben, daß es einige Momente gibt, in denen ich einfach an meine Grenzen gerate.
So war es auch wieder diese Woche. Psychisch und körperlich völlig platt, bin ich die letzten Abende vor dem Fernseher eingeschlafen. Der angenehme Nebeneffekt war, daß ich heute, an diesem freien Tag, ohne Wecker und ziemlich ausgeschlafen, um 7 Uhr aufgewacht bin. Mit dem Gefühl, einen laaaaangen, entspannten Tag vor mir zu haben.
Ich bin ein Nachtmensch, das hab ich bestimmt schon mal erwähnt. Ich mag die nächtliche, geheimnissvolle Stimmung. Folglich schlafe ich gerne aus, um die fehlenden Schlafstunden morgens nachzuholen. Aaaaaber ich mag die Nacht nicht ausschliesslich. Genauso gern geniesse ich die Morgenstunden, den Moment, wenn der Tag erwacht, auch wenn er so grau und bedeckt ist wie heute. Ich mag die Ruhe, die morgens herrscht, gerade an einem freien Tag. Die Stadt ist noch nicht wach, sie schlummert vor sich hin. Und ich lasse mich von der Stille einfangen, ganz bewusst..., und werde dabei selbst still und sprachlos... Es ist ein Ausgleich zu der Alltagshektik, zu dem Stress, zu der Schnelllebigkeit, die uns allen so viel Kraft abverlangen.
Nun sitze ich hier, mit dem ersten Becher Kaffee und beobachte, wie die Stadt erwacht, langsam, ohne Hektik... Es tut sooo gut...
Guten Morgen Welt!
Yiruma - It's your day